Wenn Kinder erwachsen werden…
Vor 25 Jahren wurde innerhalb unseres Vereins der „Junge Chor“ vom damaligen Vorsitzenden Dieter Struß gegründet. Ziel war es, jüngere Menschen für die Chormusik zu begeistern und frischen Wind in den damaligen Gemischten Chor zu bringen. Das gelang auch. Sie bevorzugten aber andere Musik als der Gemischte Chor und wollten eigene Wege gehen. So kam es, dass der Junge Chor unter dem Namen „Songfire“ einen neuen Verein gründete und sich als Pop-Chor etablierte. Selbstverständlich geht eine solche Trennung von „Eltern“ und „Kindern“ nicht ohne Schmerzen ab, doch heute, nach 25 Jahren, können wir durchaus stolz darauf sein, die „Wiege“ für eine weitere chorische Stimme in Eschborn gewesen zu sein.
Songfire als inzwischen „erwachsen“ gewordener Chor nahm das Vierteljahrhundert seines Bestehens zum Anlass für ein Jubiläumskonzert am 27. Juni 2026 im Bürgerzentrum Niederhöchstadt, das sehr gut besucht war. Nebenbei bemerkt: Während es am Konzerttag draußen mit über 40° C unerträglich heiß war, erwies sich der Saal dank seiner sehr guten Klimatisierung als der „coolste“ Ort in Eschborn.
In der ersten Konzerthälfte trugen zunächst zwei Chöre zum Jubiläum bei, mit denen Songfire in den letzten Jahren immer wieder gemeinsam aufgetreten war. Der Gemischte Chor TonArt aus Schwalbach unter der Leitung von Holger Pusinelli ließ amerikanische und deutsche Popmusik erklingen. Danach folgte amerikanische Popmusik vom Frankfurter Frauenchor DonnAcappella unter der Leitung von Andrea Ludewig, der eine farbenfrohe Bühnenshow ablieferte.

Auftritt der singfonie
Anschließend waren wir, die „Eltern“, an der Reihe: Manfred Bender hatte mit uns sechs Stücke aus unterschiedlichen Genres einstudiert, die wir in kleiner, aber ausgewogener Besetzung (mit 28 Aktiven) teils a cappella und teils mit Klavierbegleitung vortrugen. Wir spannten den Bogen von Cohens hymnischem „Hallelujah“ über das emotionale Spiritual „Deep River“ und den mitreißenden Gospelsong „Get on Board“ bis hin zum Volkslied „Süß Liebe liebt den Mai“ von Silcher. Danach folgte unsere Version des afrikanischen Beerdigungslieds „Siyahamba“, das jedoch alles andere als traurig klingt. Mit dem amerikanischen Popstück „Goodnight Sweetheart, Goodnight” aus den 1950er-Jahren beendeten wir schließlich unter großem Applaus des Publikums unseren Beitrag zum Songfire-Jubiläum.

Songfire
In der zweiten Konzerthälfte ließ Songfire dann die Jahre seines Erwachsenwerdens Revue passieren. Während auf der Bühne ein bunter Strauß an Popstücken aus den Programmen der jeweiligen Jahre unter der noch relativ neuen Leitung von Matthias Hannappel dargeboten wurde, illustrierten neben der Bühne immer wieder wechselnde Erinnerungsstücke und projizierte Fotos aus der Vereinsgeschichte den langen Weg von den Anfängen bis zum aktuellen Jubiläum. Zwischendurch sorgten wohl gesetzte Worte für ein besseres Verständnis der Stücke und ihrer Einordnung in die Jubiläumsgeschichte.
Nach einer wohlverdienten Zugabe, den angemessenen Danksagungen und der Ehrung der drei Gründungsmitglieder, die noch immer bei Songfire aktiv sind, sang der Chor zusammen mit dem Publikum den Kanon „Music is my life“, der schon ganz am Anfang der zweiten Konzerthälfte vorgestellt worden war.
Anschließend waren die teilnehmenden Chöre zu einem geselligen Beisammensein mit Häppchen, Salaten und Kuchen eingeladen. Für die Aktiven dieses sehr gelungenen Jubiläumskonzerts bildete dies einen wundervollen Abschluss.
Text: H. Högel / S. Baumgart, Bilder: B. Fischer
