Mitsingtexte „Blaue Stunde“ der singfonie Ladies
Der Mond ist aufgegangen (Text: Matthias Claudius 1778, Melodie: Johann Abraham Peter Schulz 1790)
1. Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt.
3. Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
4. So legt euch denn, ihr Brüder,
in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott mit Strafen,
und lass uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!
Abendstille überall (Text & Musik: Hardenack Otto Konrad Laub, Fritz Jöde)
1. Abendstille überall,
2. nur am Bach die Nachtigall
3. singt ihre Weise klagend und leise durch das Tal.
Capri-Fischer (Musik: Gerhard Winkler, Text: Ralph Maria Siegel)
1. Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt,
und vom Himmel die bleiche Sichel des Mondes blinkt,
zieh‘n die Fischer mit ihren Booten aufs Meer hinaus
und sie legen im weiten Bogen die Netze aus.
Nur die Sterne, sie zeigen ihnen am Firmament,
ihren Weg mit den Bildern, die jeder Fischer kennt,
und von Boot zu Boot das alte Lied erklingt,
hör von fern, wie es singt:
Refrain:
Bella, bella, bella Marie, bleib' mir treu,
ich komm zurück morgen früh.
Bella, bella, bella Marie,
vergiss mich nie!
Bridge:
Sieh den Lichterschein, draußen auf dem Meer.
Ruhelos und klein, was kann das sein,
was irrt dort spät nachts umher?
Weißt du, was da fährt? Was die Flut durchquert?
Ungezählte Fischer, deren Lied von fern man hört.
1. Strophe
Refrain
Gute Nacht, Freunde (Musik & Text: Alfons Yondraschek (Reinhard Mey))
Refrain:
Gute Nacht, Freunde,
es wird Zeit für mich zu gehen.
Was ich noch zu sagen hätte,
dauert eine Zigarette
und ein letztes Glas im Stehn.
1. Für den Tag, für die Nacht unter eurem Dach, habt Dank
für den Platz an eurem Tisch, für jedes Glas, das ich trank,
für den Teller, den ihr mir zu den euren stellt,
als sei selbstverständlicher nichts auf der Welt.
Refrain
2. Habt Dank für die Zeit, die ich mit euch verplaudert hab
und für eure Geduld, wenn's mehr als eine Meinung gab.
Dafür, dass ihr nie fragt, wann ich komm oder geh,
für die stets offene Tür, in der ich jetzt steh.
Refrain
3. Für die Freiheit, die als steter Gast bei euch wohnt,
habt Dank, dass ihr nie fragt, was es bringt, ob es lohnt.
Vielleicht liegt es daran, dass man von draußen meint,
dass in euren Fenstern das Licht wärmer scheint!
Refrain
